Urlaubsziel Portugal

Algarve

Die Algarve ist eine Region im Süden Portugals. Mit einer Küstenlinie von rund 210 Kilometern und einem milden Klima ist sie Portugals wichtigstes Urlaubsziel.

Mit einer Fläche von 4989 km² ist die Algarve zwar eine der kleineren Regionen Portugals, für die meisten Besucher aus Mittel- und Nordeuropa ist sie aber das Reiseziel Portugals schlechthin. Die Touristenorte liegen alle an der Küste, aber auch das Hinterland hat viel zu bieten.

Algarve, Felsenküste

Die meisten größeren Städte befinden sich an der Südküste der Algarve. Hier sind im Laufe der letzten Jahrzehnte die großen Touristenzentren entstanden. Auch wenn manche gesichtslose Hotelanlage und Feriensiedlung in die Landschaft gesetzt wurde und der Reiz der küstennahen Landschaft dadurch mancherorts beeinträchtigt wurde, so kann die Algrave immer noch mit Ortschaften und Städten an ihrer Küste aufwarten, die sich etwas von ihrem ursprünglichen Flair bewahren konnten. Zudem wird der Besucher durch tolle Strände entschädigt. Die Steilküste mit ihren bizarren Felsformationen ist weithin bekannt. Aber auch breite Sandstrände kommen vor.

Algarve, Hinterland im Nordwesten

Punkten kann die Algarve auch mit ihrem Klima. Europaweit gibt es keine andere Region, die so viele Sonnenstunden im Jahr aufweisen kann. Die Sommer sind angenehm warm, durch die Nähe zum Atlantik wird es andererseits aber nie extrem heiß. In der Hauptreisezeit zwischen Juni und September gibt es oft weniger als zehn Regentage.

Algarve, Westküste

Verlässt man die Touristenzentren und bewegt sich in das Landesinnere, so lässt man Hektik und Betriebsamkeit erstaunlich schnell hinter sich. Nur wenige Kilometer von der Küste entfernt zeigt sich die Algrave verschlafen und ursprünglich.

Das küstenfernere Hinterland der Algarve besteht aus einer nur dünn besiedelten Mittelgebirgslandschaft. In der Serra de Monchique befindet sich mit dem 902 m hohen Pico da Fóia der höchste Berg der Algarve. Östlich der Serra de Monchique schließt sich die Serra do Caldeirão an, die bis zur spanischen Grenze reicht.

Die Vegetation der Algarve besteht aus einer mediterranen Buschvegetation, teilweise auch aus Wäldern. Mittlerweile wird verstärkt mit Pinien aufgeforstet. Im Sommer besteht hier immer Waldbrandgefahr!

Landschaft im Osten der Algarve

Die Algarve hat eine lange Besiedlungsgeschichte. Unter anderem Kelten, Phönizier, Goten und Römer hatten die Gunst des Landstrichs im Südwesten der Iberischen Halbinsel entdeckt und siedelten hier. Ab 711 waren es die Mauren, die von Nordafrika kommend für viele Jahrhunderte an der Algarve siedelten und das Land beherrschten. Vom arabischen Al-Gharb, was einfach Westen heißt, leitet sich der Name Algarve ab.

Aljezur

Maurische und christliche Architektur hat daher Dörfer und Städte der Algarve geprägt und manches Zeugnis aus der wechselvollen Geschichte ist bis in unsere Zeit erhalten blieben, auch wenn das verheerende Erdbeben von 1755 fast alle Städte in Schutt und Asche gelegt hat.