Urlaubsziel Portugal

Belém

Belém ist ein Vorort von Lissabon, der seit 1885 Teil der portugiesischen Hauptstadt ist und der mit zahlreichen Sehenswürdigkeiten aufwarten kann.

Belém liegt rund 6 Kilometer westlich des Stadtzentrums am Ufer des Tejo. Wegen seiner herausragenden Sehenswürdigkeiten und zahlreicher Museen gehört Belém unbedingt in das Programm einer Lissabon-Reise. Anders als die Hauptstadt hat Belém das verheerende Erdbeben von 1755 ohne große Schäden überstanden, so dass historische Bauwerke aus der Zeit vor dem Beben erhalten geblieben sind.

Die Anreise aus der Innenstadt mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist einfach. Vom Bahnhof Belém aus ist es dann nicht weit zum Palácio de Belém, wo heute der portugiesische Staatspräsident seinen Amtssitz hat.

Belém, Hieronymitenkloster

Nur wenige hundert Meter weiter befindet sich das berühmte Hieronymitenkloster, dessen Ursprünge bis in das 15. Jahrhundert zurückreichen. Sein heutiger Baustil gilt als vollendete Form der Manuelinik, jener portugiesischen Variante der Spätgotik, die sich durch verspielte Verzierungen in Gestalt maritimer Symbole auszeichnet.

Das Erdbeben von 1755 überstand das Kloster (Mosteiro dos Jerónimos) ohne gravierende Beschädigungen. Größere Schäden fügten ihm jedoch französische Truppen im Rahmen der französischen Besetzung Portugals am Anfang des 19. Jahrhunderts zu.

Torre de Belém

Vom Kloster, an dessen Westseite sich das interessante Marine-Museum befindet, gelangt man durch eine Parkanlage zum Tejo, der hier als breiter Strom in den Atlantik mündet. Hier steht das Denkmal Padrão dos Descobrimentos, das im Jahre 1960 errichtet wurde und an die Entdeckungs- und Eroberungsfahrten der Portugiesen und ihr Kolonialreich erinnern soll.

Der 35 m hohe Torre de Belém ist ein weiteres Wahrzeichen für Lissabon und ganz Portugal. Im manuelinischen Stil erbaut, war er zunächst ein Verteidigungsbauwerk. Heute ist er das weit sichtbare Erkennungszeichen für alle vorbeifahrenden Schiffe.